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Ereignisse | Festival

Frühjahrs-Festival:
MENDELSSOHN-FEST

Lucerne Festival

Drei Freunde und ein Jubilar Lucerne Festival Orchestra | Riccardo Chailly | Igudesman & Joo Seit 2022 tritt das Lucerne Festival Orchestra nicht mehr allein im Sommer auf - auch im Frühjahr lockt es künftig die Klassikfans aus aller Welt nach Luzern. Gemeinsam mit seinem «Chef» Riccardo Chailly wird das Orchester jeweils am Wochenende um Palmsonntag ein dreitägiges Fest der Musik feiern, ganz nach dem Vorbild der historischen Musikfeste, wie sie seit der frühen Romantik im Rheinland stattfanden, an wechselnden Spielorten wie Aachen, Düsseldorf und Köln. Zwischen 1833 und 1846 übernahm sieben Mal Felix Mendelssohn die Leitung dieser sogenannten «Niederrheinischen Musikfeste», die sich ebenfalls über drei Tage im Frühjahr erstreckten und einem thematischen Schwerpunkt gewidmet waren. Weshalb es auch kein Zufall ist, dass nun Mendelssohn als Fixstern über den Luzerner Programmen der Jahre 2022 und 2023 leuchtet: mit der Aufführung aller seiner fünf Sinfonien. Felix Mendelssohn war die wohl bedeutendste Persönlichkeit im deutschen Musikleben in den ersten beiden Jahrzehnten nach Beethovens Tod. Als Komponist bewies er mit seinen Sinfonien und Ouvertüren, seiner Kammermusik und seinen Klavierwerken, dass die Musikgeschichte damals keineswegs, wie manche Auguren meinten, an einem Endpunkt angelangt war. Als Interpret wiederum entwickelte Mendelssohn das Berufsbild des Dirigenten, denn er war der erste, der mit einem Taktstock vor das Orchester trat und die Konzerte leitete, ohne selbst als Geiger oder am Tasteninstrument mitzuspielen. Robert Schumann nannte ihn bewundernd «den Mozart des 19. Jahrhunderts» - und setzte damit zugleich das Vorurteil in die Welt, Mendelssohn sei ein Klassizist. Riccardo Chailly und das Lucerne Festival Orchestra wagen den Widerspruch und koppeln Mendelssohns Musik mit Werken seiner Zeitgenossen, Vorbilder und Nachfolger.  Riccardo Chailly setzt sich seit vielen Jahren intensiv mit Mendelssohn auseinander und hat auch die Handschriften seiner Werke in ihren verschiedenen Fassungen eingehend studiert. Besonders fasziniert ihn Mendelssohns «Liebe zum Belcanto» und zur italienischen Oper, aber auch seine Begeisterung für Farben. «Das erkennt man nicht nur an seinen Partituren», erklärt Chailly, «sondern auch an seinen Zeichnungen mit ihrem Sinn für die Details: die Form eines Blatts, die Grundierung des Himmels, die Lichtreflexe auf der Wasseroberfläche. Für Mendelssohn war die Natur das dominierende Element aller menschlichen Erfahrung.»
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Philip Jones Brass-Preis - 1. Vorausscheidung

Hochschule Luzern - Musik

Ziel des Preises Der «Philip Jones Brass-Preis» zeichnet Studierende der Hochschule Luzern – Musik aus dem Bereich der Blechblasinstrumente aus, die sich entweder durch hervorragende Interpretationen oder durch aussergewöhnliche, der Nachwuchsförderung verpflichtete Projekte hervorheben. Teilnahme Der Wettbewerb steht ausschliesslich Studierenden der Blechbläserklassen des Profils Klassik der Hochschule Luzern – Musik offen. Studierende können als Solisten oder in etablierten, aus Blechbläsern bestehenden Kammermusikformationen am Wettbewerb teilnehmen. Anmeldung Anmeldeschluss ist der Samstag, 22. Oktober 2022. Die Anmeldung erfolgt durch das fristgerechte Einreichen des Bewerbungsdossiers bei Lukas Christinat, lukas.christinat@hslu.ch Das Bewerbungsdossier muss enthalten: • Name, Vorname, Adresse, E-Mail, Geburtsdatum, aktueller Studiengang • Hauptfachdozentin/-dozent • Angabe zu den Werken des Programms (Titel, Satzangaben, Vortragsdauer) und Komponisten (inkl. Geburts- und ggf. Todesjahr). Die Jury der Fachschaft Blech wird innert Wochenfrist nach Anmeldeschluss aus diesem Programm ein Werk auswählen, welches an der ersten Vorausscheidung (Dienstag, 29. November 2022, 14:00 bis 17:00 Uhr) vorzuspielen ist. • Biografie (d.h. Lauftext, keine tabellarische Auflistung, max. eine halbe A4-Seite) • Auflistung wichtiger Konzertauftritte der vergangenen zwei Jahre Termine im Überblick Anmeldeschluss: SA 22.10.2022 1. Vorausscheidung: DI 29.11.2022, 14:00 Uhr 2. Vorausscheidung: MO 23.01.2023, 14:00 Uhr Finale: SO 26.03.2023, 17:00 Uhr
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Lucerne Festival Forward

Lucerne Festival

Alljährlich im November bietet Lucerne Festival Forward der Gegenwartsmusik eine Bühne und gibt den Musiker*innen der jungen Generation eine Stimme. Ausgangspunkt ist die Idee, das über die Jahre gewachsene internationale Netzwerk der Lucerne Festival Academy, das heute mehr als 1.200 Künstler*innen umfasst, als kollektives Mastermind zu nutzen. Und das in mehrfacher Hinsicht: Die Konzerte werden nicht nur vom Lucerne Festival Contemporary Orchestra (LFCO) gestaltet, unserem Exzellenzorchester für die Aufführung neuer und neuester Musik. Ausgewählte Contemporary Leaders aus dem Academy-Netzwerk entwickeln überdies als Kurator*innen das Programm. Dabei gehen sie neue Wege, um den Graben zwischen der sogenannten «Neuen Musik» und dem Publikum zu schliessen: Sie suchen den Kontakt mit den Hörer*innen, erproben ungewohnte Konzertformate, rücken weniger bekannte Stimmen und ästhetische Positionen des zeitgenössischen Musikschaffens in den Fokus und mischen bewusst Nationalitäten, Generationen und Geschlechter. Verantwortlich für Lucerne Festival: Felix Heri und Mark Sattler Lucerne Festival Contemporary Leaders: Chloë Abbott | Jack Adler-McKean | Cecila Bercovich | Ettore Biagi | Winnie Huang | Helga Karen | Edward Kass | Marina Kifferstein | Angus Lee | Alex Lipowski | Stephen Menotti | Benjamin Mitchell | Ben Roidl-Ward | Michelle Ross | James Austin Smith | Nathan Watts | Johnna Wu | Andrew Zhou
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Meisterkurs Panflöte mit Hanspeter Oggier

Hochschule Luzern - Musik

Der Meisterkurs mit dem renommierten Schweizer Panflötisten richtet sich an Studierende, Berufsmusiker/-innen oder fortgeschrittene Laien-Musiker/-innen. Programm: Samstag, 1 Oktober 2022: 10:00 Uhr – 12:00 Uhr, Einzelunterricht 14:00 Uhr – 18:00 Uhr, Einzelunterricht 18:30 Uhr – 20:00 Uhr, Ensemble Sonntag, 2 Oktober 2022: 09:00 Uhr – 12:00 Uhr, Einzelunterricht 14:00 Uhr – 16:00 Uhr, Generalprobe 17:00 Uhr – ca. 20:00 Uhr, Abschlusskonzert Die Teilnehmenden erhalten auf die beide Tage verteilt 2 x 60 Minuten Einzelunterricht (mit Korrepetition) sowie zusätzlichem Ensemblespiel. Die Einzelunterrichte sind öffentlich. Dozierende: Hanspeter Oggier, Panflöte Dessislava Genova, Korrepetition Teilnahmegebühr CHF 150.– bis und mit 25 Jahre CHF 180.– ab 26 Jahre CHF 100.– weitere Privatlektion Anmeldeschluss: Sonntag, 11. September 2022 Anmeldung: Online-Anmeldeformular
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Hella Siegrist Stipendium Wettbewerb

Hochschule Luzern - Musik

Die Veranstaltung ist öffentlich
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Hommage - Dieter Ammann zum 60.

Hochschule Luzern - Musik

Dieter Ammann Ein Komponist zwischen Grenzgängen Dem Komponisten, Pädagogen und – nicht zuletzt – dem kritischen Geist Dieter Ammann widmen wir, anlässlich seines 60. Geburtstages, eine Hommage. Wir blicken auf Werke aus dreissig Jahren zurück, darunter das noch seiner Uraufführung harrende «Morceau en forme d’improvisation», freuen uns auf die interpretatorische und diskursive Auseinandersetzung junger und arrivierter Musikerinnen und Musiker mit diesem facettenreichen OEuvre und wünschen Ihnen inspirierende und bereichernde MusicTalks und Konzerte. Programmübersicht: SO 01.05.2022, Music Talk 1 und Konzert 1 (Eintritt frei) MI/DO 11./12.05.2022, Bruckners Wagner-Sinfonie (Kartenverkauf: Luzerner Sinfonieorchester) SA 14.05.2022, Music Talk 2 und Konzert 2 (Eintritt frei) FR 20.05.2022, Music Talk 3 und Konzert 3 (Eintritt frei) SO 29.05.2022, Music Talk 4 (Eintritt frei) DI 31.05.2022, Konzert 4 (Kartenverkauf: KKL Luzern) Hinweis: Mit Ausnahme der Konzerte mit dem Luzerner Sinfonieorchester, sind die Eintritte für die Veranstaltungen frei!
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Mendelssohn-Fest

Lucerne Festival

Das Lucerne Festival Orchestra und Riccardo Chailly widmen das neue Festival im Frühjahr dem Komponisten Felix Mendelssohn und seinen Zeitgenossen. Chefdirigent Riccardo Chailly und das Lucerne Festival Orchestra gestalten vom 8. bis 10. April 2022 erstmals das neue, jährliche Frühjahrs Festival. 2022 und 2023 stehen ganz im Zeichen des Komponisten Felix Mendelssohn, im Rahmen beider Festivalausgaben erklingen seine fünf Sinfonien im Dialog mit Werken von Zeitgenossen, Vorbildern und Nachfolgern; 2022 sind dies Richard Wagner, Robert Schumann und Hector Berlioz. Das Frühjahrs-Wochenende bietet zwei Sinfoniekonzerte mit dem Lucerne Festival Orchestra am Freitag- und Sonntagabend sowie ein Kammerkonzert mit Solist*innen des Orchesters am Samstagabend.
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Sommer-Festival 2022

Lucerne Festival

Fünf Wochen, über 100 Konzerte: Die Weltstars der Klassik im Herzen der Schweiz. Mit dem diesjährigen Motto «Diversity» setzt Lucerne Festival ein Zeichen für Chancengleichheit unabhängig von der Hautfarbe, dem Geschlecht, der Religion, der sexuellen Orientierung oder der sozialen Herkunft. Die Wahl des Themas zeigt die Notwendigkeit eines strukturellen Wandels der Klassik-Branche auf, in der weisse Künstler*innen und in vielen Funktionen Männer noch immer stark dominieren. Eingeladen sind Künstler*innen aus gesellschaftlichen Gruppierungen, die in der Szene bis heute unterrepräsentiert sind. Dabei stehen auch viele Werke vergessener oder verdrängter Komponist*innen auf dem Programm. Darüber hinaus unternimmt das Festival den Brückenschlag zu anderen Musikstilen wie zu Jazz oder Volksmusik und präsentiert Werke mit multikulturellem Hintergrund. Das Lucerne Festival Orchestra eröffnet das Festival offiziell mit Chefdirigent Riccardo Chailly am 12. August. Zuvor stimmen international renommierte Jugendorchester im Rahmen von «Music for Future» auf den Konzertsommer ein: Die Jugend-Formation des von Chi-chi Nwanoku gegründeten Chineke! Orchestra spielt das erste Konzert. Es folgen das National Youth Orchestra of the USA sowie Chor und Orchester von Superar Suisse. Das Lucerne Festival Orchestra präsentiert im Eröffnungsprogramm ein neues Werk von Wolfgang Rihm, dem Künstlerischen Leiter der Academy. Darüber hinaus spielt Anne-Sophie Mutter als Reverenz an das Festivalthema ein Violinkonzert des schwarzen Mozart-Zeitgenossen Joseph Bologne, Chevalier de Saint-Georges. Der 2019 begonnene Rachmaninow-Zyklus wird fortgesetzt: mit der Zweiten Sinfonie e-Moll im Eröffnungskonzert, die im zweiten Programm des Orchesters mit dem Zweiten Klavierkonzert c-Moll gekoppelt wird. In einem weiteren Programm mit Riccardo Chailly ist die Erste Sinfonie von Gustav Mahler zu erleben, in Kombination mit den Liedern eines fahrenden Gesellen, die der junge Südtiroler Bariton Andrè Schuen gestaltet. Jakub Hrůša, der im vergangenen Sommer beim Lucerne Festival Orchestra als Einspringer mit einer gefeierten Interpretation von Dvořáks Sechster Sinfonie debutierte, kehrt nun für einen tschechischen Abend zurück und präsentiert Dvořáks Violinkonzert mit Augustin Hadelich als Solisten, die Sinfonie Aus der Neuen Welt sowie Josef Suks Scherzo fantastique. Zwei stilistisch äusserst vielseitige Künstlerpersönlichkeiten übernehmen im Sommer 2022 die Position der diesjährigen «artistes étoiles». Der New Yorker Tyshawn Sorey ist Schlagzeuger, Pianist, Posaunist und Komponist, er ist Grenzgänger zwischen Jazz und zeitgenössischer Komposition und arbeitet mit Improvisation und offenen Spielanweisungen. Die südafrikanische Sopranistin Golda Schultz ist als Opernstar auf internationalen Bühnen zu Gast und wurde 2021 an der Bayerischen Staatsoper für ihre Interpretation der Agathe in Webers Freischütz gefeiert. Die Lucerne Festival Academy und das Lucerne Festival Contemporary Orchestra (LFCO) arbeiten mit composer-in-residence Thomas Adès und «artiste étoile» Tyshawn Sorey zusammen und widmen Wolfgang Rihm ein Konzert zum 70. Geburtstag. 18 Orchester gastieren innerhalb eines Monats in Luzern, neben den Berliner und den Wiener Philharmonikern sowie dem Royal Concertgebouw Orchestra werden u.a. das Cleveland Orchestra und das Philadelphia Orchestra erwartet. Weitere prominente Namen finden sich im Festivalkalender. Mit dabei sind Igor Levit, Víkingur Ólafsson, Sir András Schiff und viele mehr. Lassen Sie sich von unserer Programmübersicht auf das Sommer-Festival 2022 einstimmen! Der Vorverkauf beginnt am 29. März, 12 Uhr.
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Lucerne Festival

Das zentrale Festival im Sommer von Mitte August bis Mitte September bietet ein vielfältiges Angebot von rund 100 Konzerten und weiterführenden Veranstaltungen. Jedes Sommer-Festival hat ein Thema, das sich wie ein roter Faden durch die Dramaturgie des Programms zieht. Geboten wird ein vielfältiges Angebot an Konzertformaten – Sinfoniekonzerte, Kammermusik, Rezitale, De­buts, Late Nights und vieles mehr. Flankiert wird der Sommer von Kurzfestivals im Frühjahr und Herbst: Im November von «Lucerne Festival Forward» und vor Ostern von einer Frühjahrs-Residenz des Lucerne Festival Orchestra. «Lucerne Festival Forward» wird von Musiker*innen des Lucerne Festival Contemporary Orchestra (LFCO) künstlerisch und konzeptionell gestaltet. Im Mai 2023 wird ein viertes Festival hinzukommen: ein dreitägiges Klavierfest, das der Pianist Igor Levit kuratiert. Das KKL Luzern, erbaut von Jean Nouvel und für seine Akustik ebenso berühmt wie für seine Architektur, ist die zentrale Spielstätte von Lucerne Festival. Die drei Sparten «Symphony», «Contemporary» und «Music For Future» stehen für die zentralen Programm-Schwerpunkte des Festivals. Jeden Sommer gastieren die renommiertesten internationalen Sinfonieorchester am Vierwaldstättersee, unter anderem die Berliner Philharmoniker, die Wiener Philharmoniker oder das Royal Concertgebouworkest. Das Lucerne Festival Orchestra wurde 2003 von Claudio Abbado und Michael Haefliger ins Leben gerufen und versammelt jeden Sommer für zwei Wochen international renommierte Orchestermusiker*innen in Luzern, im Herbst ist es häufig mit Tourneen im Ausland präsent. Seit 2016 ist Riccardo Chailly Chefdirigent des Orchesters. Täglich treten im Sommer auch internationale Star-Solist*innen auf, hinzu kommt ein «artiste étoile», der mit mehreren Veranstaltungen im Fokus steht. Neben der Pflege des traditionellen Repertoires nimmt bei Lucerne Festival die Programmierung und Vermittlung von zeitgenössischer Musik im Bereich «Contemporary» einen zentralen Stellenwert ein. Der Lucerne Festival Academy, 2003 von Pierre Boulez und Michael Haefliger gegründet, steht seit 2016 der Künstlerische Leiter Wolfgang Rihm vor. Mit dem Lucerne Festival Contemporary Orchestra (LFCO), das Musiker*innen aus dem Academy-Netzwerk versammelt, verfügt das Festival über einen eigenen Klangkörper für zeitgenössische Musik, das auch im Ausland gastiert. Ein «composer-in-residence» setzt im Sommer-Festival wichtige programmatische Akzente. Die Sparte «Music For Future» rückt die Förderung junger Musiker und Angebote für junges Publikum ins Zentrum. Das Angebot umfasst eine Debut-Reihe, Konzerte mit Jugendorchestern und vielfältige Veranstaltungen für Familien sowie Konzerte in Schulen. Darüber hinaus werden Förderpreise wie der Credit Suisse Young Artist Award oder der Fritz-Gerber-Award vergeben. Neue Zielgruppen werden auch beispielsweise über das innovative Gratis-Format 40min angesprochen.
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Lucerne Festival

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Zwischentöne - Kammermusikfestival Engelberg

Herz, Liebe und Musik und ihre Zwischentöne «Affairs of the heart» lautet, mehrdeutig und anspruchsvoll wie stets, der Titel des Programms des diesjährigen Engelberger Kammermusikfestivals. Damit sind unweigerlich drei Themen aufgerufen: Herz, Liebe und Musik. Diese Begriffe sind eng miteinander verwoben, so unser aller spontanes Empfinden. Doch jenen, die über die Programmgestaltung nachgedacht haben, liegt es an den Zwischentönen. Diesen soll nachgespürt werden. Lust und Freude am unerwarteten Zusammenspiel von Vertrautem und Un-gehörtem wollen die Musikerinnen und Musiker sich selbst und dem Publikum verschaffen. In Herzens- und Liebesdingen haben wir alle unser Bündel an Erfahrungen. Hier kennen wir uns aus und es wird spannend sein zu erfahren, was die Musik, die ausdrucksmächtigste aller Künste, dazu zu sagen, besser, dazu zu singen und zu spielen hat und eben auch wie feinsinnig und zwischentonreich sie das anstellt. Victor Hugo, ein Mann des bedeutsamen Wortes, hat es mit einem trefflichen Diktum auf den Punkt gebracht: «Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist.» Für Liebesleid und Liebesfreud ist die Musik in besonderer Weise zuständig. Beides kann sie wunderbar besingen. Was das Herz, die Liebe und die Musik zu einem klingenden Netzwerk miteinander verflechten kann, darf eben nicht beschwiegen werden. Es kann durch Musik zur klingenden Sprache gebracht und somit verstanden werden. Die Programme offenbaren die ganze Vielfalt der Beziehungen zwischen Herz, Liebe und Musik. Im ersten Programm ist vom «fühlenden Herz», im zweiten von der «Sehnsucht» die Rede. Sehnsucht nach der grossen, wahren Liebe hat Ludwig van Beethoven zeitlebens erfüllt. In Liebesdingen konnte er als Mensch aber erst recht als Komponist aufblühen. Man denke nur an seinen Fidelio, die Verherrlichung der Gattenliebe, die in strahlendem C-Dur endet. Schwärmerisch, oft unglücklich waren seine Beziehungen zu den Geliebten. Diese waren «unsterblich» und mitunter fern und unerreichbar. Dank Mozart hat er sich auch mit «Männern welche Liebe fühlen» beschäftigt. Diese Cello-Variationen klingen allerdings eher wie witzig-ironische Kommentare zu männlichen Liebes-gedanken und Liebesgefühlen. Wir begegnen in einem weiteren Konzert zwei nur selten zu hörenden Stücken bedeutender Franzosen. Francis Poulenc hat in grosser ernster Schlichtheit, ohne jegliches falsches Pathos, Gedichte von Apollinaire vertont in denen ein armes, gebrochenes Herz die Schluchzer zu verstecken versucht. Ein Duo für Violine und Klavier von Olivier Messiaen wird erklingen, in dem der Komponist mit inniger Leidenschaft die Liebe zu seiner ersten Frau, der Geigerin Claire Delbos besingt. Messiaen ist der Tonschöpfer, dessen Werk ohne seine beiden Lebensgefährtinnen nicht denkbar ist. Seine zweite Frau, Yvonne Loriod, hat mit ihrer Liebe zu ihm später jedes seiner Stücke, die oft von der Liebe handeln, inspiriert. In der Geschichte der Musik kennen wir viele Beispiele von künstlerisch ungemein fruchtbaren Liebesbeziehungen. Robert Schumann hat für Clara Wieck die schönsten Liebeserklärungen auf dem Klavier verfasst. Eine eheliche Verbindung ist Johannes Brahms nie gelungen. Aber die Liebe war auch für ihn immer eine Quelle der Inspiration. Wir werden seine zweite Violinsonate hören. Sie ist ein einziger Liebesgesang. Am Thuner See in der Schweiz entstanden, in Vorfreude auf die Ankunft der Sängerin Hermine Spies und angefüllt mit Zitaten aus Liedern, die er in diesen Sommerwochen auch komponiert hat. Diese „Liebes- und Liedersonate“, wie man sie genannt hat, erklingt in einer Brahms gewidmeten Matinee. In diesem Programm wird auch die Beziehung zum Ehepaar Schumann thematisiert, die wohl nicht unkompliziert war, aber äußerst fruchtbar für das künstlerische Schaffen der Drei. Ein wirklich sinnreiches und bewegendes Programm-Juwel ist das Requiem für einen Geliebten von György Kurtág. Wenn es um Liebe und Musik geht, dürfen György und Márta Kurtág nicht fehlen. Vor kurzem ist diese wunderbare Beziehung durch den Tod von Márta an ihr Ende gekommen. Die beiden haben sich ein Leben lang gegenseitig beseelt. Márta Kurtág, die Pianistin, hat ihrem von Skrupeln belasteten Mann, dem jede nächste zu Papier gebrachte Note unendlich viel Kraft kostete, kongenial ein ganzes Leben lang beigestanden. Wirklich Grosses ist so im Laufe der Jahrzehnte entstanden. Diese kleinen Lieder zu zauberhaften Texten, die wir hören werden, sind höchst intensive, geradezu erschreckende Miniaturen über den Verlust eines geliebten Freundes. Sie enden mit den Sätzen «Es gibt nichts zu trauern. Es gibt nichts zu hoffen». Gross ist dieses, nur wenige Minuten dauernde Requiem nicht in seiner kompositorischen Gestalt, sondern in der Dichte des musikalischen Ausdrucks. Niemand hat Liebesglück und Liebespein, Herzenssehnsucht und Herzensmalheur schöner besungen als Franz Schubert in seinen Liedern. Dass Ian Bostridge Die schöne Müllerin vortragen wird, ist ein grosses Glück. Das Wandern ist des Müllers Lust, heisst es in diesem Zyklus. In der Winterreise stellt der Dichter Wilhelm Müller und mit ihm Schubert schon im ersten Lied das Wesen der Liebe unmissverständlich klar: «Die Liebe liebt das Wandern / Gott hat sie so gemacht / Von einem zu dem andern / Feinliebchen, gute Nacht.» Dort wandert nicht der Müller durch schöne Landschaften auf der Suche nach Liebesglück, sondern die Liebe wandert, verwirrt die Herzen und lässt viel Traurigkeit zurück. Dass dies gottgewollt sein soll, stimmt nachdenklich. Den englisch formulierten Titel unseres Kammermusikfestes kann man auch als «Herzensangelegenheiten» verstehen. Die beiden Programmverantwortlichen Mary Ellen Woodside und Rafael Rosenfeld haben Mozarts Streichquintett in C-Dur KV 515 an den Schluss gesetzt. Gemeinhin wird dieses und das benachbarte g-Moll-Quintett als Gipfel des kammermusikalischen Schaffens Mozarts angesehen. Die beiden Programmgestalter verbinden sehr persönliche Erinnerungen mit diesem Werk. Was sie besonders fasziniert, ist wohl ein zauberhaftes Duett zwischen erster Violine und erster Bratsche im Andante-Satz. Es ist musikalische Rhetorik. Man kann sich gut vorstellen, dass es in diesem Gespräch um das geht, was nicht beschwiegen werden darf, um die Liebe, um zwei Herzen, die sich in der Musik einander näher kommen. Elmar Weingarten
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Lucerne Festival Forward

Lucerne Festival

Ein neues Festival für die Musik unserer Zeit, entwickelt und präsentiert von den exzellenten Musiker*innen des Netzwerks Lucerne Festival Contemporary. Der Online-Kartenverkauf hat begonnen.
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Sommer im Museum

Nidwaldner Museum

Gegen Ende der Sommerferien lädt das Nidwaldner Museum während drei Wochen ins Winkelriedhaus und seinen Garten ein. Das vielfältige Veranstaltungsprogramm im lauschigen Hof und in den unterschiedlichsten Räumen bietet Gespräche, Musik, Performance und eine kleine Ausstellung. Im gemütlichen Sommerbistro lässt es sich bei Speis und Trank verweilen. Öffnungszeiten Museum und Bistro: Mo, Di, geschlossen Mi, Do, 14-20 Uhr, Eröffnungsabend -22 Uhr Fr, 14-22 Uhr Sa, 14-17 Uhr So, 11-17 Uhr Eintritt Veranstaltungen: Kollekte
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Luzerner Sinfonieball

Luzerner Sinfonieorchester LSO

Luzerns einzigartige Ballnacht Das Luzerner Sinfonieorchester und das Haus Gübelin laden Sie zu einem unvergesslichen Ballabend ein. Der glamouröse Anlass steht im Zeichen der Freude, der Farben und der Vielfalt. Das Luzerner Sinfonieorchester verzaubert Sie mit schwelgerischen und opulenten Klängen und lädt zum Tanz ein. Kulinarische Genüsse, grossartige Gesellschaft und das facettenreiche Programm machen die Nacht zum Erlebnis der Extraklasse. Wir freuen uns auf Sie. Programm: ab 17.30 Uhr Begrüssung der Ballgäste zum Champagner-Aperitif 19.00 Uhr Eröffnung der grossen Ballnacht Festliches Galadinner im Luzerner Saal Chef de cuisine: Michèle Meier, GaultMillau Köchin des Jahres 2021 Moderation: Tamara Sedmak Musikalisches Rahmenprogramm und Tanz zu den Klängen des Luzerner Sinfonieorchesters Tombola-Losverkauf mit zahlreichen Sofortpreisen und attraktive Silent Auction ab 22.30 Uhr Eintreffen der Flaniergäste und Champagner-Begrüssung ab 22.45 Uhr Spannende Verlosung der hochwertigen Tombola-Hauptpreise und Verkündung des Spendenerlöses 24.00 Uhr Ballparty Tanz mit DJ und Drinks von der Bar 02.00 Uhr Ende der Ballnacht Der Luzerner Sinfonieball ist eine Benefizveranstaltung zu Gunsten des Luzerner Sinfonieorchesters. Um das Niveau eines Weltklasse-Orchesters zu erlangen, sind Investitionen in seine Vergrösserung notwendig. Das Engagement herausragender Musikerinnen und Musiker und die Förderung von Nachwuchstalenten gehören ebenso dazu wie die Anschaffung erstklassiger Instrumente. In dieser Kombination haben die Investitionen direkten Einfluss auf den unverwechselbaren Klang und die künstlerische Weiterentwicklung zu einem exzellenten Klangkörper von Weltruhm. Mit Ihrer Unterstützung fördern Sie die Mission des Luzerner Sinfonieorchesters auf Spitzenniveau zu spielen. Herzlichen Dank. Dresscode Frack, Smoking, Abendkleid
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Preisträgerinnen und Preisträger

Lucerne Festival

Preisträgerinnen und Preisträger des Schweizerischen Jugendmusikwettbewerbs Trio EastWest Brahms Ungarischer Tanz WoO 1 Nr. 5 Leron Ly Gitarre Villa-Lobos Fünf Préludes für Gitarre (Auszüge) Stan Theodas Orgel Messiaen Dieu parmi nous aus La Nativité du Seigneur Vera Flurina Gassmann Oboe Holliger Fünf kleine Stücke für Oboe solo (Auszüge) Quartett Inferno Beethoven «Allegro ma non tanto» aus dem Streichquartett c-Moll op. 18, Nr. 4 Valerian Alfaré Euphonium Sparke Pantomime für Euphonium Duo A Flat Lutosławski Tanzpräludien für Klarinette und Klavier (Auszüge) Quartett Ventira Schostakowitsch «Allegro» aus dem Streichquartett Nr. 7 fis-Moll op. 108 Saruschan Aghamiri Tuba Wilder Suite Nr. 1 für Tuba und Klavier Effie Suite (Auszüge) Sophie Bright Posaune Dutilleux Chorale, Cadence et Fugato ZO-Klaviertrio Dvořák Klaviertrio e-Moll op. 90 Dumky (Auszüge) Musizieren kann ein ziemlich einsames Geschäft sein, wenn man Stunden über Stunden im gar nicht so stillen Kämmerlein sitzt und sich mit Fingerübungen, Exerzitien und Etüden herumplagt. Übung macht den Meister, lautet die saure Devise. Aber es gibt zwei Arten der Belohnung. Zum einen das Zusammentreffen mit Gleichgesinnten im Duo, Ensemble oder Orchester – das unvergleichliche Erlebnis der gemeinsamen musikalischen Erfüllung. Zum anderen die Begegnung in der Konkurrenz. Denn nach der langen Zeit der Zurückgezogenheit mit dem Instrument ist es unvermeidlich, nein, ist es sogar wünschenswert, im Wettspiel mit Gleichaltrigen die eigenen Chancen und Grenzen auszuloten. Der Schweizerische Jugendmusikwettbewerb bietet dafür das ideale Podium. Kaum ein Musiker, eine Virtuosin aus diesem Land, die hier nicht wichtige Erfahrungen gesammelt hätten. In diesem Konzert stellen sich die Besten des Wettbewerbs 2021 vor und bieten einen Blick in die Zukunft. Mit freundlicher Unterstützung von Ruth Burkhalter-Stiftung zur Förderung junger Musiktalente Stiftung Schweizerischer Jugendmusikwettbewerb
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Sommer-Festival

Lucerne Festival

Das Sommer-Festival vom 10. August bis 12. September 2021 bietet unter dem Motto "verrückt" ein vielfältiges Veranstaltungsangebot mit internationalen Stars, Orchestern und Ensembles. LUCERNE FESTIVAL – das sind unvergessliche Konzerterlebnisse in einzigartiger Festspielatmosphäre. Sichern Sie sich mit unseren attraktiven Sommer-Abos frühzeitig Ihre Karten für die Weltstars der Klassik und profitieren Sie von unserem Abo-Rabatt!
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Sommer im Museum 2021

Nidwaldner Museum

Gegen Ende der Sommerferien lädt das Nidwaldner Museum während drei Wochen ins Winkelriedhaus und seinen Garten ein. Das vielfältige Veranstaltungsprogramm im lauschigen Hof und in den unterschiedlichsten Räumen bietet Gespräche, Musik, Performance und eine kleine Ausstellung. Im gemütlichen Sommerbistro lässt es sich bei Speis und Trank verweilen.
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Festival Zaubersee

Kammermusikfestival russischer Musik in Luzern jährlich im Mai
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«Zaubersee» 2021 – Special Edition

Zaubersee Festival

Vier Konzerte vom 27. Mai – 30. Mai 2021 in den traditionellen Zaubersee-Spielstätten St. Charles Hall, dem Hotel Schweizerhof sowie aus dem «Orchesterhaus» des Luzerner Sinfonieorchesters. Alle Konzerte werden live gestreamt und sind kostenlos abrufbar.
Ereignisse

Informationen zu Veranstaltungen

Hochschule Luzern

AKTUELLE INFORMATION ZUR CORONAVIRUS-SITUATION Bis auf Weiteres finden HSLU-Veranstaltungen, wenn überhaupt, nur in Online-Formaten bzw. in Kirchen statt. Aktuell werden keine öffentlichen Konzerte durchgeführt. Genaue Angaben zu den einzelnen Veranstaltungen finden Sie unter www.hslu.ch/agenda.

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