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Ausstellungen | Ausstellung

Grönland 1912

Forum Schweizer Geschichte Schwyz

1912 durchquerte Alfred de Quervain Grönland. Die Daten, die der Schweizer Forscher auf der siebenwöchigen Expedition gesammelt hatte, sind für die Wissenschaft bis heute von Bedeutung. Die Ausstellung beleuchtet de Quervains Pioniertat im ewigen Eis und verknüpft sie mit der Gegenwart. Bis heute betreibt die Schweiz in Grönland Gletscherforschung und leistet damit einen wichtigen Beitrag zu einem der zentralsten Themen unserer Zeit: der Klimaerwärmung.
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«Birdscapes»

Hochschule Luzern - Musik

Seeking Birdscapes Sie sind Teil unseres Lebensraumes, die gefiederten Naturmusikant:innen. Doch ist das Vogelgezwitscher wirklich ‹Musik›? Wie lernen Vögel ihren Gesang? Und welche Rolle spielt dabei der Mensch? Welche Bedeutung geben wir ihren Lautäusserungen und wie hören sich die Vögel untereinander? Wie interagieren Mensch und Vogel klanglich? Mit diesen und weiteren Fragen hat sich ein vierköpfiges Forschungsteam der Hochschule Luzern – Musik seit 2019 in ihrem vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützten Projekt «Seeking Birdscapes: Contemporary Listening and Recording Practices in Ornithology and Environmental Sound Art» auseinandergesetzt. Im Rahmen des Interdisziplinären Themenclusters (ITC) «Raum und Gesellschaft» wurde gemeinsam mit der Hochschule Luzern – Design & Kunst ein Ausstellungsprojekt mit verschiedenen Vermittlungsformaten im Natur-Museum Luzern entwickelt. Im Zentrum der Untersuchung stand die Beziehung zwischen Menschen und ihrer klingenden Umwelt, insbesondere die auditiven, akustischen und musikalischen Dimensionen von Klangräumen (Soundscapes), die von Vögeln geschaffen wurden (Birdscapes). Dabei wurden musikkulturelle, ökologische und technologische Zusammenhänge dieser nicht-menschlichen Klang-Umgebung erforscht. Neben eigenen auditiven Erfahrungen der Forschungsgruppe im Feld wurden gut 30 Personen mit Fokus auf die Schweiz, auf Katalonien und Island befragt, die sich der Vogelwelt und ihren Klängen verschrieben haben (Feldornitholog:innen, Bioakustiker:innen, Klangkünstler:innen und Komponist:innen). Über Interviews, Tonaufnahmen und Beobachtungen im Feld wurde das individuelle Erleben von Vogelstimmen sowie die Vorstellungswelten dahinter untersucht. Dabei hat sich gezeigt, dass Hörerfahrungen sowohl die Biografien dieser vogelaffinen Menschen als auch ihr Verständnis für ökologische Zusammenhänge prägen. In diesem Sinne soll das Forschungsprojekt das gesellschaftliche Bewusstsein für charakteristische Klanglandschaften, insbesondere Birdscapes, schärfen, die uns als immaterielles Erbe umgeben. Aus den Feldforschungen, audio-visuellen Aufnahmen und Interviews und dem Ausloten der Grenzbereiche zwischen natur- und geisteswissenschaftlichen sowie künstlerischen Zugängen entwickelte das Forschungsteam alternative Ornithologien und Hörweisen sowie Vermittlungsformate für die miteinander geteilten Klangräume von Menschen und Vögeln. Das interdisziplinäre Forschungsprojekt bringt unterschiedliche inhaltliche, methodische und fachliche Perspektiven in einen Dialog, welche die Komplexität von Sound- bzw. Birdscapes und deren Vermittlung reflektiert. Die vier Beiträge zu den Themen Sonic Habitat, zum begrifflichen Dilemma, zur akustischen Mimesis und zum Well-being geben Einblick in das Forschungsfeld bzw. in die Auseinandersetzungen mit den Klangwelten von Vögeln durch das Forschungsteam der Hochschule Luzern – Musik, bestehend aus Patricia Jäggi, Natalie Kirschstein, Matthias Lewy und Helena Simonett. Die Projekterkenntnisse und -perspektiven werden erweitert durch eine Konferenz mit Gästen aus der wissenschaftlichen und musikalisch-künstlerischen Forschungspraxis sowie durch die Ausstellung «Birdscapes» im Natur-Museum Luzern, die in Zusammenarbeit mit Martina Lussi und Marie-Louise Nigg von der Hochschule Luzern – Design & Kunst entwickelt wurde.
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"Ohren auf Reisen" - Hörausstellung

Hochschule Luzern - Musik

Eine Kooperation der Hochschule Luzern – Musik (CC MER Mitarbeiterinnen Helena Simonett, Andrea Kammermann, Suse Petersen), ZuhörenSchweiz (Projekt Ohren auf Reisen) und Radio 3FACH (Matthias Büeler). In zwei Workshop-Serien mit Teilnehmer*innen von Schulangebote Asyl Luzern und dem Durchgangzentrum Grosshof Kriens entstanden über ein Dutzend faszinierende Hörbeiträge, die persönliche Einblicke in das Leben und die akustische Umwelt der Jugendlichen geben. Eine Spezialsendung von Radio 3FACH und eine Ausstellung an der Hochschule Luzern – Musik präsentieren die entstandenen Audio-Collagen einer breiten Öffentlichkeit.
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Sagenhafter Alpenraum

Forum Schweizer Geschichte Schwyz

Wer sie hört, bekommt Gänsehaut. Sagen verkünden von aussergewöhnlichen, übernatürlichen oder wunderbaren Ereignissen. Sie erzählen Geschichten, in denen Geister, Hexen und Teufel auftreten oder sie handeln von historischen Vorkommnissen und Figuren. Sagen kommen in allen Regionen der Schweiz vor, besonders sagenreich ist die Zentralschweiz. In der Ausstellung werden bekannte Sagen wie Wilhelm Tell, die Teufelsbrücke, die schwarze Spinne, der Pilatusdrache, die Blüemlisalp, das Sennentuntschi und das Toggeli ins Zentrum der Betrachtung gerückt.
Ausstellungen | Ausstellung

Games

Forum Schweizer Geschichte Schwyz

2,5 Milliarden Menschen spielen weltweit Videogames. Die Ausstellung nimmt die Besucherinnen und Besucher mit auf eine Zeitreise durch die rund 50-jährige Geschichte der elektronischen Spiele. Zuerst ein Randphänomen, haben sich Games zu komplexen Unterhaltungsmedien entwickelt und sind ein bedeutsamer Teil unserer Kultur geworden. Die Ausstellung folgt der historischen und technischen Entwicklung der Videospiele von den Spielhallen bis zu Virtual Reality und thematisiert ebenso Aspekte, die als bedenklich wahrgenommen werden. Spielstationen laden dazu ein, in virtuelle Welten einzutauchen und die Games selbst auszuprobieren.
Ausstellungen | Museum

Forum Schweizer Geschichte Schwyz

Das Forum Schweizer Geschichte Schwyz wurde 1995 eröffnet und ist der Sitz des Schweizerischen Nationalmuseums in der Zentralschweiz. Dort, wo früher einmal Korn und später Verteidigungsmaterial aufbewahrt wurden, befindet sich heute eines der bedeutendsten kulturhistorischen Museen im Alpenraum. Von aussen ist das Museum ein barockes Korn- und Zeughaus aus dem Jahre 1711, innen fasziniert es durch seine zeitgemässe und grosszügige Architektur. Das Forum Schweizer Geschichte Schwyz ist ein modernes Geschichtsmuseum und kulturhistorischer Erlebnis- und Begegnungsort zugleich. Aufgeteilt in vier Stockwerke zeigt das Museum die Kultur- und Alltagsgeschichte im Raum der heutigen Schweiz zwischen 1300 und 1800. Über 600 wertvolle, aussagekräftige Objekte aus allen Teilen der Schweiz sind zu sehen. Mittels interaktiven Infopoints, Hör- und PC-Stationen wird Geschichte «greifbar» gemacht. Aktuelle, temporäre Ausstellungen, kulturhistorische Veranstaltungen, Diskussionen, Bildungsangebote und Vorträge machen das Forum Schweizer Geschichte Schwyz zu einer zentralen kulturellen Plattform in der Innerschweiz. Eine gemütliche Cafeteria sowie ein attraktiver Museumsshop runden das Angebot für die Besucher ab.
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Adrian Gander - Dämmerung

Nidwaldner Museum

Die Zentralschweizer Kantone ermöglichen ihren Kulturschaffenden Atelieraufenthalte in Berlin und New York. Adrian Gander, einer der bekanntesten jungen Nidwaldner Graffiti-Künstler, verbrachte vier Monate im Berliner Atelier. Von Anfang Oktober 2020 bis Ende Januar 2021 tauchte er ins Grossstadtleben ein. Entstanden sind Graffiti im Aussenraum sowie zahlreiche Zeichnungen und Gemälde. Die Ausstellung Dämmerung präsentiert eine Auswahl der in Berlin entstandenen Arbeiten. Der Fokus liegt auf dem zeichnerischen und malerischen Werk und ermöglicht so einen neuen Blick auf den Graffiti-Künstler Adrian Gander. Adrian Gander alias Anoy (*1991 in Stans) lebt und arbeitet in Nidwalden. Von 2010 bis 2014 studierte er an der HSLU – Design & Kunst und schloss mit einem Bachelor of Arts in Visueller Kommunikation ab. Die Beschäftigung mit dem Medium Zeichnungen stand am Anfang seines Schaffens. Graffiti, Architektur und Kunst im öffentlichen Raum interessierten ihn bereits vor dem Studium. Neben Arbeiten auf Mauern, die ihn als Graffiti-Künstler bekannt machten, arbeitete er stets auch in anderen Medien. Aufenthalte im Libanon und Südamerika beeinflussten seinen Stil und erweiterten sein visuelles Repertoire
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Zauneidechse. Alles in Ordnung?

Natur-Museum Luzern

Ausstellung des Natur-Museums Luzern und der Albert Koechlin Stiftung Man muss genau hinschauen. Die Zauneidechse lebt meist im Verborgenen. Sie liebt Asthaufen, Altgrasflächen, sonnengewärmte Sandhaufen – und natürlich fette Käfer, die ihr vor die Nase laufen. Doch nichts ist in Ordnung: Die Zauneidechse steht auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten. In unserer stark genutzten Umwelt verschwinden ihre Lebensräume. In einem grossen Artenförderprojekt gibt die Albert Koechlin Stiftung daher Gegensteuer und ruft auch die Bevölkerung zur Mithilfe auf.
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Weibchen, Männchen, was soll’s

Natur-Museum Luzern

Als Ergänzung zur Ausstellung «Eine Stimme haben. 50 Jahre Frauenstimmrecht Luzern» im Historischen Museum Luzern Mann und Frau – von Natur aus anders? Die Ausstellung geht der Frage nach der «natürlichen» Rolle von Weibchen und Männchen nach, indem sie die Tierwelt in den Fokus rückt. Sie gibt einen Einblick in die grosse Vielfalt an Geschlechterrollen und Geschlechtern, die in der Natur entstanden sind. Wir begegnen Männchen, die Eier ausbrüten, Weibchen, die ohne Männchen klar kommen, und Tieren, die weder Weibchen noch Männchen sind
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VON BLÄTTLER DÄDI BIS HANS VON MATT - Werke aus der Sammlung der Frey-Näpflin-Stiftung

Nidwaldner Museum

Das Stifter-Ehepaar Ruth und Anton Frey-Näpflin hat während über 50 Jahren ein Konvolut von Gemälden, Skulpturen und kunstgewerblichen Objekten zu einer eigenständigen Privatsammlung zusammengetragen. Seit 2017 arbeiten die Frey-Näpflin-Stiftung und der Kanton Nidwalden im Rahmen einer langfristigen Partnerschaft zusammen. Eine Auswahl des Bestands fand als Dauerleihgabe Eingang in die Sammlung des Nidwaldner Museums und wird seit 2018 in regelmässigen Abständen im Frey-Näpflin-Raum präsentiert. Die Privatsammlung ist in der Öffentlichkeit insbesondere für die Werke flämischer, italienischer oder französischer Meister vom frühen 16. bis ins 19. Jahrhundert bekannt. Auf Augenhöhe mit den grossen Meistern sind aber auch regionale oder nationale, weniger bekannte Namen vertreten. Während Museumssammlungen in der Regel klare Vorgaben verfolgen, tritt bei Privatsammlungen die dahinterstehende Sammlerpersönlichkeit und deren Leidenschaft oft stärker in den Vordergrund. Der Ansporn des Sammler-Ehepaars Frey-Näpflin war in erster Linie die Liebe zur Kunst. Ausserdem zeugen gerade die in der Sammlung erhaltenen Arbeiten regionaler und nationaler Kunstschaffender von einer monetären Förderung der jeweiligen Künstler. Gezeigt werden Werke u.a. von Josef Blättler (genannt Blättler Dädi, 1918–1996), Rolf Brem (1926– 2014), José de Nève (1933–2019), Leopold Häfliger (1929–1989) und Hans von Matt (1899–1985). Mi 14-20 Uhr, Do-Sa 14-17 Uhr, So 11-17 Uhr (Mo + Di sowie Schmutziger Donnerstag, 25. + 26.12. und 01.01. geschlossen)
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Die Royals kommen

Forum Schweizer Geschichte Schwyz

Die Liste der royalen Besuche in der Schweiz ist lang – und genauso imposant: Kaiser Willhelm II., Kaiserin Elisabeth von Österreich, Queen Elisabeth, Königin Astrid von Belgien oder Queen Victoria. Sie und viele weitere königliche Häupter besuchten die Schweiz. So vielfältig ihre Herkunft, so unterschiedlich auch ihre Reisegründe. Ob offizielle Staatsbesuche, erholsame Ferien oder gar Exil – die Schweiz ist seit jeher ein beliebtes Reiseziel für königliche Häupter. Eines haben die königlichen Besuche alle gemeinsam: Sie lösen eine immense Begeisterung in der Schweizer Bevölkerung aus. Tausende Leute säumen die Strassen, frenetischer Jubel begleitet die royalen Gäste. Und auch in den Medien ist ein königlicher Besuch tagelang das dominierende Thema. Diese Vielfältigkeit wird in der Ausstellung «Die Royals kommen» widerspiegelt, die das Forum Schweizer Geschichte vom 13. März bis 3. Oktober 2021 zeigt. Auf die Besucherinnen und Besucher warten faszinierende Geschichten und eindrückliche Erinnerungsstücke der königlichen Reisen in der Schweiz. Noch heute tauchen die Spuren der Royals an den unterschiedlichsten Orten auf. So diente der Besuch von Königin Victoria als Inspiration für Namen von Dampfschiffen, Plätzen oder Hotels. Und auch die Astrid-Kapelle bei Küssnacht erinnert uns an die junge belgische Monarchin, die während ihres Besuchs bei einem tragischen Unfall verstarb.
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Ab 3. März 2021 wieder geöffnet!

Nidwaldner Museum

Wir freuen uns, dass wir ab Mittwoch, 3. März 2021 wieder unsere Tür im Winkelriedhaus für Sie öffnen dürfen! Die Ausstellung "Jos Näpflin - The Black Box Box" eröffnet am 13. März 2021 um 14 Uhr. Das Salzmagazin öffnet sein Tor am Mittwoch, 31. März 2021 um 14 Uhr mit der Ausstellung "Söldner, Reissäckler, Pensionenherren - Ein Innerschweizer Beziehungsnetz". Und ab Samstag, 3. April 2021 um 11 Uhr startet dann auch die Festung Fürigen in die Museumssaison 2021. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
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Satelliten

Fumetto Comic-Festival Luzern

Begleitet wird das Fumetto Festival von seinen Satellitenausstellungen. Auch diese stehen im Zeichen von Swissness und präsentieren in der ganzen Stadt die Werke einheimischer Künstler*innen. Von experimentellen Graphic Novels, Postkarten aus New York über lebensgrosse Kartonfiguren bieten die verschiedenen Satelliten einen vertieften Blick auf die Spannweite der Neunten Kunst in der Schweiz. Über 40 Lokalitäten, Geschäfte, Restaurants und Bars öffnen in Luzern ihre Türen und bieten einzigartige Ausstellungen und Möglichkeiten zur Interaktion mit dem Medium des Comics.
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Anda, CH
Street Art

Fumetto Comic-Festival Luzern

Fumetto geht auf die Strasse und lässt graue Wände farbig erblühen. Fumetto präsentiert Anda, ein Street-Art-Talent aus der Westschweiz. Anda lässt die Geschichte der hiesigen Reussinsel in ihr Werk einfliessen und inszeniert sie künstlerisch neu. Gemalt wird während des Festivals, jeder Arbeitsschritt kann live bestaunt werden. Auf der Webseite werden täglich Fotos raufgeladen. Damit kann die ganze Welt beobachten, wie ein neues Wandbild entsteht. Ein Outdoor Comic entsteht, und zwar einer für die Ewigkeit. Kooperation: UnterGrundgang, Luzerner Maler, Sax Farben 20. bis 28. März, 10.00 – 12.00 Uhr
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Stadtwildtiere - unsere wilden Nachbarn

Natur-Museum Luzern

Ausstellung von Umweltschutz Stadt Luzern, stadtwildtiere.ch, Ornithologische Gesellschaft Luzern, WWF Luzern, Pro Natura Luzern, BirdLife Luzern und Natur-Museum Luzern Nicht nur Menschen leben in der Stadt. Gärten, Mauerritzen, Kanalschächte, Baumkronen, Flachdächer, aber auch ungenügend gesicherte Abfälle bieten eine Fülle von günstigen Lebensraumbedingungen für eine Vielzahl von Wildtieren. Diese haben in der Stadt eine zweite Heimat gefunden. Die Ausstellung zeigt, wer sich in unseren Gärten und auf den Dächern tummelt. Sie sensibilisiert für die Bedürfnisse und zeigt auf, wie das Zusammenleben mit unseren wilden Mitbewohnern funktionieren kann.
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Jos Näpflin - The Black Box Box

Nidwaldner Museum

Jos Näpflin versteht und praktiziert Kunst als tägliche Arbeit. Seit den frühen 1980er Jahren geht er weitab von jeglichen Moden und Trends beharrlich seinen eigenen Weg. So schafft er ein reichhaltiges Werk, das sich in bildhaften, skulpturalen und installativen Anordnungen in unterschiedlichen Medien mit Raum, Wahrnehmung, Welt(-geschehen) und letztlich mit der Suche nach Identität auseinandersetzt. Stets greift der Künstler gegenwartsnahe brisante Themen auf, die im Lauf der Zeit noch an zusätzlicher Aktualität gewinnen können. Dabei sind es grosse, allgemeine Fragestellungen, die aber bis ins Private reichen. In seiner aktuellen künstlerischen Praxis setzt sich Jos Näpflin insbesondere mit der Diskrepanz zwischen den Wörtern «Barmherzigkeit» und «Unbarmherzigkeit» auseinander. Entsprechend kreisen alle in der Ausstellung gezeigten Arbeiten um diese zwei Begriffe. Es klingen aber auch weiterführende Themen wie Demokratie, Glaube oder physische und psychische Grenzen an. Mit den beiden Termini «Barmherzigkeit» und «Unbarmherzigkeit» setzt Jos Näpflin einmal mehr ein grosses Fragezeichen zum aktuellen Zeitgeschehen und bringt es mit dem Titel The Black Box Box auf den Punkt. Ein dunkler Raum, ein komplexes System, Ungewisses, Unsicherheit, aber doch oder zumindest vermeintlich Kontrollierbares. Seine Ideen entwickelt und konkretisiert Jos Näpflin in längeren Arbeitsprozessen im Atelier mittels gezielt ausgewählter Materialien. Seien es Gebrauchsgegenstände – wie Wecker, Messer, Spanngurte – oder speziell angefertigte Objekte, sie alle werden in Jos Näpflins Arbeiten zu Botschaftsträgern und führen bei Betrachterinnen und Betrachtern nicht selten zu Irritationen. Es handelt sich um Modelle des Realen ohne Vorkommen in der Wirklichkeit. Jos Näpflin (*1950 in Wolfenschiessen NW) lebt und arbeitet in Zürich. Sein Schaffen wurde in verschiedenen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland präsentiert u. a. bei Counter Space Zürich (2017), Haus Konstruktiv Zürich (2016), sic! Elephanthouse Luzern (2015), Kunstmuseum Luzern (2015), sobering galerie Paris (2014), Aargauer Kunsthaus (2013), Benzeholz – Raum für zeitgenössische Kunst Meggen (2010). Seine Werke sind in verschiedenen öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten, für sein Schaffen wurde er mehrfach ausgezeichnet. Zur Ausstellung erscheint im Verlag Scheidegger & Spiess, Zürich, die Publikation Jos Näpflin. The Black Box Box Ausstellungskuratorin: Patrizia Keller, Nidwaldner Museum
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SÖLDNER, REISSÄCKLER, PENSIONENHERREN - Ein Innerschweizer Beziehungsnetz

Nidwaldner Museum

Vom 15. bis Mitte 19. Jahrhundert waren eidgenössische Söldner von allen europäischen Mächten umworben. Die Fremden Dienste bildeten in dieser Zeit eine elementare Einnahmequelle für Nidwalden. Die Kriegsdienste waren für viele notwendig, aber auch immer wieder umstritten. Die Schweiz hat nie einen Weltkrieg erlebt, und doch war das Land 500 Jahre lang der grösste Lieferant von Kriegsdienstleistern. Schätzungen gehen heute von bis zu 1,5 Millionen Soldaten aus, die unter fremden Fahnen dienten. Auch zahlreiche Nidwaldner leisteten fremde Dienste. Darunter sind Persönlichkeiten wie der Eremit Konrad Scheuber, ein Enkel des Niklaus von Flüe, oder Melchior Lussy, der heute als wichtiger Vertreter der katholischen Reform im 16. Jahrhundert gilt, oder auch «Borneo Louis», der Nidwaldner Louis Wyrsch, der als Offizier auf den Gewürzinseln im Dienst der niederländischen Kolonialarmee zu Rang und Namen kam. Die angesehenen Lussy, Scheuber und Wyrsch waren keine Einzelfälle. Im Gegenteil, in strukturschwachen Bergregionen wie Nidwalden bot der Solddienst als Form der Arbeitsmigration während Jahrhunderten einen Ausweg aus der Not. Die Ausstellung geht Fragen der wirtschaftlichen Verhältnisse nach und folgt zahlreichen Einzelschicksalen von Innerschweizer Söldnern und Militärunternehmern. Ausstellungskurator: Jürg Spichiger, Palma3, Bern Szenografie: Beat Stalder, Luzern Begleitprogramm Organisation: Brigitt Flüeler, HVN Stans
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Philipp von Matt - Architekt BDA, Berlin

Nidwaldner Museum

Mit einer Ausstellung zum Werk des Architekten Philipp von Matt setzt das Nidwaldner Museum die 2015 begonnene Reihe von Architekturausstellungen fort. Mehrere Generationen von Nidwaldner Architekten haben Erfahrungen mit dem Bauen im Ausland gesammelt. Von Matt, der zu den jüngeren Vertretern zählt, ist seit den 1990er Jahren in Berlin tätig. In seiner ersten Werkausstellung gibt der 2017 in den renommierten Bund Deutscher Architekten BDA aufgenommene Architekt Einblicke in sein aktuelles Schaffen, das vom Bau von Atelierhäusern bis zu Ausstellungsgestaltungen reicht. Das Museum erinnert mit dieser Ausstellung an die baukulturellen Beziehungen, die zwischen Nidwalden und Deutschland bestehen. Wie bereits Sepp Kaiser (1872–1945), der bis zu seinem Tod in Berlin wirkte und in Stans 1913 die sehenswerte Mettenwegkapelle ausbaute, wählte auch von Matt die Grossstadt als sein Wirkungsfeld. Architekten wie Arnold Stöckli, Hans Reinhard, Claus Niederberger und Urs Vokinger, um nur einige zu nennen, hatten im deutschsprachigen Raum studiert und, zurück in der Schweiz, wichtige Impulse für ihr Schaffen aus dem Ausland mitgenommen. Mit Philipp von Matt gewährt das Nidwaldner Museum erstmals Einblick in das Schaffen eines gereiften Architekten, das nicht ohne Einflüsse aus der Schweiz auskommt. Fernab von Stans ist in Berlin ein Werk entstanden, das auf intelligente Weise Erfahrungen und Erinnerungen mit der lokalen Innerschweizer Baukultur zu etwas Neuem verarbeitet. Kritiker erkennen im eigenen Atelierhaus, das aus der Zusammenarbeit mit der Künstlerin und Lebenspartnerin Leiko Ikemura hervorging, sowohl den Ein­fluss trad itioneller japanischer Architektur, als auch eine robuste und solide Materialität, an der die Handschrift des Schweizer Architekten erkennbar sei. Von Matt verarbeite das Material mit solcher Liebe zum Detail und Bewusstsein für die Benutzung, dass man sich umgehend an die unprätentiöse Einfachheit der traditionellen Häuser in den Schweizer Bergen erinnert fühle.
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Erinnerungsjahr 2021

Bourbaki Panorama Luzern

Ab 1. März wieder geöffnet Am 1. Februar 2021 jährt sich die Internierung der Bourbaki-Armee zum 150. Mal. Im Winter 1871 überschreiten über 87‘000 französische Soldaten die Schweizer Grenze. Die ankommenden Soldaten sind miserabel ausgerüstet, ihr physischer wie moralischer Zustand ist desolat. Nach der Entwaffnung werden sie in 188 Schweizer Gemeinden untergebracht und anschliessend von der Zivilbevölkerung, dem Roten Kreuz und der Schweizer Armee verpflegt, betreut und medizinisch versorgt – trotz vorhandener Angst und Verunsicherung. Kulturelle Grenzen werden aufgebrochen, die Angst vor den Unbekannten weicht Solidarität, Neugier und Gastfreundschaft. Am Ende des Krieges sind aus den Fremden, den «ungebetenen Gästen», vielerorts Freunde geworden. Das Rundbild «Bourbaki Panorama» – 1881 von Edouard Castres gemalt – führt das Elend vor Augen, das kriegerische Konflikte auslösen. Es zeigt auf, wie Zivilgesellschaft, Staat und Hilfswerke die gewaltige Aufgabe dieser Internierung mit einer selbstverständlichen Solidarität anpackten und damit die humanitäre Tradition in der Schweiz verankert haben. Es würdigt das solidarische Miteinander in Krisenzeiten und ist ein bemerkenswerter Erinnerungsort, der die Erinnerungskultur der Schweiz wesentlich mitprägt. Seine Botschaft hat kein Verfallsdatum und ist auch 150 Jahre nach den Ereignissen von 1871 aktuell: Kontinuierliche Ströme von Ein- und Auswanderern, Ausgrenzungen und Abgrenzungen beschäftigen uns heutzutage mehr denn je. Im Laufe des Jahres 2021 erinnert das Museum Bourbaki Panorama mit vielfältigen Veranstaltungen und insbesondere mit einer Sonderausstellung (ab 11. Mai 2021) an die Ereignisse von 1871 und ihre Wirkung ins Heute. Die Sonderausstellung widmet sich dem Thema der Grenzüberschreitung und ermöglicht zusätzlich zur historischen Vergegenwärtigung im Panorama die Reflexion über aktuelle gesellschaftsrelevante Themen.

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